NFSv3 über TCP oder UDP?

Irgendwann wurde bei NFS heimlich TCP zum default RPC transport, so dass der geneigte Admin es nach dem Update benutzte, ohne es zu wissen. Es lief im LAN so gut wie UDP, also warum ändern, nachdem man es dann entdeckte?

Solange der Server nett ist, ist der Tux es auch. Sollte der Server aber auf die Idee kommen, manche Calls nur sehr zögerlich zu beantworten, fällt der Tux stumm auf den fetten Bauch. Bei UDP ist die Sache klar: Nach dem Timeout gibt es ein Retransmit und der Counter geht hoch. Nicht gut für den Server, weil sich die lahm beantworteten Calls nun vermehren, aber immerhin sieht der Admin, dass es ein Problem gibt. Load steigt mit den blockierten Prozessen und das System läuft normal weiter.

Bei TCP gibt es kein Retransmit – der Call ging ja nachweisbar nicht verloren. Theoretisch besser, aber real stauen sich die Calls, was man nicht sehen kann und irgendwann passiert es dann: Der Tux plumpst hin und blockiert auch I/O zu lokalem Storage – keine Fehlermeldung, teilweise wird selbst auf Eingaben an der Konsole nur noch verzögert oder gar nicht mehr reagiert. Zeit für Alt-SysRq, Reboot tut gut.

Für den Admin sieht das so aus: Auf einmal hängt das System ohne Fehlermeldungen. Soll der Depp mal drüber nachdenken, wie das kommen könnte.

Also zurück zu UDP, dann schaukelt sich die Last kurz massiv hoch und danach geht nichts mehr. Immerhin gibt’s eine Meldung, wer den Streit anfing, und wenn der gehbehinderte Server überlebt, dass der Tux ihn bis dahin regelmäßig gegen das Schienbein tritt, geht es irgendwann ohne Reboot weiter. (wenigstens seit Kernel 2.6.32.* und bei 2.6.34.7 immer noch so)

Warum „Pinguinscheisse“?

Es war einmal vor langer, langer Zeit. Da lebte ein OS in vielen CPUs dieser Welt. Dieses OS schaute durch Fenster in die Welt hinaus. Es war glücklich, obwohl es, je länger es in einer CPU wohnte, immer öfter auf die Fresse fiel. Trotzdem wurde es von den Usern gemocht. (Kinotipp an dieser Stelle: TRON Legacy)

Doch manche User fingen an sich darüber zu beklagen, dass sich ihr OS so oft auf die Fresse legt. Denn sie hatten keinen Einblick, warum das geschieht und wie man seinem OS dauerhaft wieder auf die Beine helfen kann.

Zu der Zeit begab es sich, dass am Horizont ein anderes OS erschien. Es kam aus dem Norden, wo es immer kalt ist. Es hatte nur wenige Freunde. Doch diese beglückte es damit, dass es immer munter umher hüpfte. Das OS hatte auch einen Namen. Tux wurde es gerufen. Nur selten legte er sich auf die Fresse. Doch tat er dies, so teilte er seinen Usern immer den Grund dafür in seinem Tagebuch mit. Im Laufe der Jahre wurde er immer beliebter, bis es als Nachbar neben dem blöd aus den Fenstern schauenden, stolpernden OS lebte.

Der Tux musste nun nicht mehr so wild umher tollen und wurde immer fetter. Bis er sich an die Nachbarschaft angeglichen hat und ebenfalls immer öfter auf die Fresse fiel. Und er wurde nicht nur fetter, sondern auch fauler. Denn immer öfter schrieb er seinen Usern keine Hinweise mehr in sein Tagebuch, warum er sich lang gemacht hatte.

Und wenn er nicht gefallen ist, so tut er es bald. Davon könnt Ihr ausgehen.

Die Moral von der Geschicht: Tuxe rennen nicht.

Und das ist der Grund, warum es nun Pinguinscheisse.de gibt. Hier wollen wir von den unsäglichen Dingen berichten, die der, inzwischen faule, Vogel so veranstaltet.

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